2026
Performance-Künstlerin Florentina Holzinger gestaltet den Österreich-Pavillon bei der 61. Kunstbiennale Venedig 2026
Florentina Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Performance-Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Korrdinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten.
Für den Österreichischen Pavillon setzt Florentina Holzinger ihre Recherche am Element Wasser fort und baut diese weiter aus - das erste Mal erfolgt die Umsetzung in ein Ausstellungskonzept. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt: Sie erforscht verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet. Im Kontext von Venedig eröffnen sich neue Ansätze für diese langjährige Recherche. Wasserwesen aus mythologischen und klassischen Erzählungen bilden dabei Ausgangspunkte, indem sie in eine mögliche Zukunft Venedigs abtauchen.
Holzingers Beitrag zur Kunstbiennale in Venedig wird einen permanent bespielten Pavillon sowie site-spezifische Aktionen im Stadtraum umfassen.
Florentina Holzinger (geb. 1986, Wien) bearbeitet in ihren spektakulären Projekten Themen wie Identität und körperliche Grenzüberschreitungen. Inspiriert von Wiener Aktionismus, Körperkunst und Bodybuilding, aber auch vom Ballett, Kabarett und Zirkus, dekonstruiert sie in ihren Arbeiten Bilder von Weiblichkeit. Sie seziert das Patriarchat und den Kapitalismus und zeigt in poetischer Bildsprache die Verletzlichkeit unserer Körper und der Welt.
Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen:
Florentina Holzinger überzeugte die Jury mit ihrer innovativen Einreichung für den Österreichischen Pavillon 2026, bei der sie – ihrem interdisziplinären Ansatz entsprechend – Elemente aus Tanz, Theater und Performancekunst verbindet. Die aktuelle Relevanz ihrer Fragestellungen, vom Umgang mit der Ressource Wasser bis hin zu existenziellen körperlichen Erfahrungen und deren gesellschaftlichen Normierungen, überzeugte die Jury ebenso wie die geplante Umsetzung in unterschiedlichen Formaten: Sowohl die Installation im Pavillon als auch die Etüden in der Lagune ermöglichen eine persönliche Teilnahme der Besucher:innen auf verschiedenen Ebenen.
Die Künstlerin schafft damit einen variablen ästhetischen Erfahrungsraum, der den Ausstellungskontext mit dramaturgischen Elementen des Theaters anreichert und wirkmächtige Bilder generiert. Mit ihrer mitunter provokanten und gesellschaftskritischen Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper reiht sich Florentina Holzinger außerdem in eine österreichische kunsthistorische Linie (Wiener Aktionismus, feministische Body-Art) ein.Die Arbeit erforscht kulturelle Phänomene und kulturgeschichtliche Zusammenhänge und spielt bewusst mit den sich ständig verschiebenden Grenzen zwischen Hochkultur und Entertainment. Die Bedeutung des autonomen Körpers als Handlungsinstrument ist zentral in Holzingers Arbeit.
Weitere Informationen:
www.bmwkms.gv.at/biennale/biennale2026.html
Biennale Arte 2026
In Minor Keys
Kuratorin: Koyo Kouoh
Ausstellung: 9. Mai - 22. November 2026 (Preview 6./7./8. Mai 2026)
www.labiennale.org/en/art/2026



