2021

Biennale Architettura 2021

How will we live together?

Die 17. Internationale Architekturausstellung wurde auf 2021 verschoben.

PLATFORM AUSTRIA
ZUM PHÄNOMEN DES PLATTFORM-URBANISMUS

Adaptierungen im Programm aufgrund der Verschiebung auf 2021

Das Thema Plattform-Urbanismus bezeichnet eines der brisantesten Diskussionsfelder der Architektur. Digitale Plattformen wie Facebook, Google oder Amazon dringen immer stärker in sämtliche Bereiche unseres Lebens ein und beginnen alte Ordnungen und Strukturen aufzulösen. PLATFORM AUSTRIA stellt die Frage nach der damit verbundenen Entwicklung unserer Städte und verwandelt den Pavillon selbst zu einer Plattform der aktiven Auseinandersetzung mit den Potenzialen der Zukunft und deren Architektur.

Bislang galt die gebaute Form von Städten als beste Organisationsstruktur zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Davon zeugt nicht zuletzt das nach wie vor anhaltende Wachstum urbaner Metropolen. Die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer thematisieren in ihrem Beitrag für den österreichischen Pavillon auf der Biennale Architettura 2021, welche Rolle digitale Plattformen in Zukunft spielen werden. Werden sie den Städten ihren Rang ablaufen? Und wie werden sich diese beiden Organisationsmodelle zueinander verhalten? Kommt ein „Plattform-Urbanismus“ auf uns zu, bei dem virtuelle Verbindungen wichtiger sind als unser Leben vor Ort? Löst sich der reale Stadtraum in inselartige Zonen auf, in denen nur noch Fragmente sozialen Austauschs übrig bleiben?

Plattformen determinieren in zunehmendem Maße die Art und Weise unseres Zusammenlebens, unserer Ökonomie, unseres Gesundheits- und Bildungswesens und unserer Kultur. Sie bilden mächtige Monopole, deren wichtigste Ressource unsere Beteiligung ist. Wie wenig Spielraum es aber in dieser Teilnahme gibt, haben viele Menschen in der aktuellen COVID-19-Krise hautnah erfahren. Mit PLATFORM AUSTRIA reklamieren die beiden Kuratoren das Recht auf Mitsprache bei den Rahmenbedingungen dieser Entwicklungen. In Hinblick auf die geänderten Umstände werden die Programmformate des Pavillons nun über die nächsten Monate hinweg adaptiert, um einen möglichst breiten und fokussierten Zugang zu dieser Debatte zu gewährleisten. Im Zuge dieser Vorarbeiten wird die Verschränkung der Ausstellung im Pavillon mit den verschiedenen Online-Kanälen von PLATFORM AUSTRIA noch stärker ins Zentrum rücken. Das ursprüngliche Ausstellungskonzept hatte stark auf die politische Kraft von physischer Präsenz gesetzt. PLATFORM AUSTRIA wollte ein Ort des Zusammenkommens sein. Gerade diese Möglichkeiten hat die COVID-19-Pandemie beschnitten. Um dringend notwendige Diskussionen bereits jetzt führen zu können, wird das adaptierte Ausstellungskonzept die Wirkmacht von Bildern und Zeichen aufgreifen, um auf diese Weise kommunikative Präsenz zu erzeugen.

Gleichgeblieben ist das Ziel von PLATFORM AUSTRIA: die einzigartige Gelegenheit, die Biennale Architettura 2021 als globales Forum aufzugreifen und gemeinschaftlich nach der Architektur zu suchen, die wir uns für die Zukunft wünschen. PLATFORM AUSTRIA will damit einen wichtigen Beitrag zu dem von Hauptkurator Hashim Sarkis formulierten Thema „How will we live together?“ liefern. Denn welche Gestalt ein solcher Plattform-Urbanismus annehmen wird, betrifft letztlich die grundsätzliche Frage, welche Formen von Gemeinschaft wir anstreben wollen.

Biennale Architettura 2021 - Verschoben auf 2021
17. Internationale Architekturausstellung La Biennale di Venezia
https://www.labiennale.org/en/architecture/2020

Kurator
Hashim Sarkis

Ausstellung 
Laufzeit: 22. Mai - 21. November 2021

ERÖFFNUNG DES ÖSTERREICHISCHEN PAVILLONS IN VENEDIG

Die offizielle Eröffnung des österreichischen Pavillons findet im Rahmen der Preview-Tage vom 20.–21. Mai 2021 in den Giardini della Biennale in Venedig statt.
www.platform-austria.org
www.instagram.com/austrianpavilion
www.facebook.com/AustriaAtVeniceBiennale
#platformaustria #austrianpavilion
#österreichpavillon

Kuratoren

Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer


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